Am Donnerstag, den 28. Mai, stand wieder unsere wöchentliche Wanderung auf dem Programm. Treffpunkt war um 13:30 Uhr am Vereinsheim, von wo aus wir Fahrgemeinschaften zum Sportplatz in Langeland bildeten. Dort begann unsere rund 8 Kilometer lange Tour über die Emmerquelle, den Rehberg, den Eggekammweg, das Schwarze Kreuz und den Bodostein zurück zum Ausgangspunkt.

Bereits am Mittwoch hatte Hans auf einen möglicherweise feuchten Wegabschnitt hingewiesen. Wie gewohnt war seine Ankündigung pünktlich und zuverlässig erschienen. Hans ist inzwischen ein echtes Phänomen: Kaum hat die Woche begonnen, steht mittwochs morgens der neue Wanderplan bereit – verlässlich wie ein Uhrwerk. Dafür an dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön!
Mit zehn Wanderern machten wir uns bei idealem Wanderwetter auf den Weg. Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen um die 20 Grad und ein leichter Wind sorgten für beste Bedingungen. Die Wege führten uns durch die abwechslungsreiche Landschaft des Eggegebirges mit ihren dichten Wäldern, historischen Spuren und schönen Ausblicken.


Ein erster interessanter Halt war die Emmerquelle am Osthang des Rehbergs. Kaum vorstellbar, dass aus diesem unscheinbaren Ursprung ein Fluss entsteht, der nach über 60 Kilometern bei Emmerthal in die Weser mündet.


Auf dem Rehberg begegneten wir mehreren Zeugnissen der regionalen Geschichte. Besonders beeindruckend waren die Informationen zur ehemaligen Königlich-Preußischen Optischen Telegrafenlinie Berlin–Koblenz. Von 1833 bis 1849 befand sich hier die Station Nr. 33. Lange bevor Telefon und Internet erfunden wurden, konnten Nachrichten mit beweglichen Signalarme von Station zu Station weitergegeben werden – eine erstaunliche technische Leistung ihrer Zeit.


Auch das Schwarze Kreuz erinnerte an ein dunkles Kapitel der Geschichte. Der Gedenkpunkt verweist auf die Ermordung eines Köhlers während des Dreißigjährigen Krieges. Solche Orte machen deutlich, wie viele Geschichten sich entlang unserer Wanderwege verbergen.
Ein weiterer Gedenkstein erinnert an den Absturz eines amerikanischen Transportflugzeuges vom Typ Dakota C-47 am 13. April 1945 auf dem nahegelegenen Rehberg. Fünf Besatzungsmitglieder verloren damals ihr Leben. Die schlichte Gedenktafel lädt zum Innehalten ein und verbindet die Natur mit der Erinnerung an historische Ereignisse.


Natürlich durfte auch der Bodostein nicht fehlen, eines der markanten Ziele auf unserer Runde. Die Mischung aus Natur, Geschichte und Gemeinschaft machte die Wanderung wieder zu einem besonderen Erlebnis.

Diese Woche hatte unsere Wandergruppe sogar zwei Außenstellen. Während wir durch die Wälder des Eggegebirges unterwegs waren, absolvierten vier unserer Wanderfreunde ihre Wochenwanderung in den schottischen Highlands. Stephan, Peter, Erwin und Dieter meldeten sich mit einem herzlichen Gruß aus Schottland und berichteten, dass ihre Tour über Stock und Stein bereits absolviert sei – inklusive beachtlicher 327 Höhenmeter. Wir freuen uns schon darauf, beim nächsten Treffen ihre Erlebnisse und Eindrücke aus den Highlands aus erster Hand zu hören.

Nach gut drei Stunden kehrten wir zufrieden zum Ausgangspunkt zurück. Im Treffpunkt wartete bereits sechs Wanderfreunde, die diesmal nicht mitwandern konnten, mit einem Kaltgetränk. So wurde aus dem Wanderabschluss noch ein geselliger Nachmittag mit guter Stimmung.
Wir freuen uns schon auf die nächste Tour!
