10 Wanderer, rund 7,5 Kilometer, gut zwei Stunden und 15 Minuten – und am Ende waren tatsächlich alle wieder da. Was will man mehr?
Diesmal starteten die Donnerstagswanderer in Wahmbeckerheide. Das Wetter hätte zum Wandern kaum besser sein können. Zwar zogen immer wieder dunkle Wolken auf, doch die machten einen freundlichen Bogen um uns. Kein Regen, angenehme Temperaturen – beste Voraussetzungen also.
Eine Besonderheit gab es diesmal: Dieter hatte die Wanderung ausgearbeitet und übernahm die Führung.
Und er machte von Beginn an klar, wer heute das Tempo vorgibt. Forsch vorweg ging es los – und die Gruppe hatte gut zu tun, dranzubleiben.


Unterwegs gab es einiges zu entdecken. Reife Früchte säumten den Weg, und natürlich konnten wir an den leckeren Brombeeren nicht einfach vorbeigehen.

Auch eine kleine Hühnerschar samt prächtigem Hahn kreuzte unseren Weg.
Ralf vermutete fachkundig:
„Das ist bestimmt ein Spandauer Hahn.“
Erwin reagierte sofort:
„Kann nicht sein – dann würde der unentwegt krähen!“
Damit war auch diese ornithologische Frage abschließend geklärt.
Die Wege wurden im weiteren Verlauf zunehmend interessanter. „Naturbelassen“ wäre eine freundliche Beschreibung. Teilweise ging es über ziemlich zugewachsene und durchaus abenteuerliche Pfade.



Und irgendwann kam in der Gruppe die Frage auf, ob Dieter bei seiner Streckenplanung vielleicht nach der TO-GO-Strategie vorgegangen war:
Tendenziell
Ohne
Geringste
Orientierung
Auch Erwin trug mit einem ausgesprochen hilfreichen Hinweis zur Navigation bei:
„Halt, hier sind wir falsch! Ich war hier zwar noch nie …“
Das Erstaunliche: Er hatte recht.
Dieter ließ sich davon natürlich nicht aus der Ruhe bringen. Spätestens gegen Ende zeigte sich seine ganze Erfahrung als Wanderführer. Kleine Abweichungen von der Ideallinie wurden souverän erklärt:
„Manchmal muss man eben auch einen kleinen Wurmfortsatz gehen.“
Oder auch:
„Es gibt viele Wege.“
Solche Aussagen schaffen natürlich sofort Sicherheit und Vertrauen in die Führungsqualitäten.
Aber Spaß beiseite: Dieter hatte eine wirklich schöne und abwechslungsreiche Runde ausgesucht. Das landschaftliche Highlight wartete am Biesterberg. Der herrliche Ausblick war einen kurzen Stopp wert – und spätestens hier wusste jeder, warum sich die Tour gelohnt hatte.


Eine wichtige Anweisung hatte Dieter übrigens bereits vor dem Start gegeben: lange Hose anziehen! Angesichts der teilweise zugewachsenen Wege ein durchaus sinnvoller Hinweis.

Fast alle hatten ihn verstanden.
Nur Ralf offenbar nicht.
Der erschien in kurzer Hose – dafür aber mit Skisocken. Vielleicht eine sehr individuelle Interpretation von „lange Hose“. Funktioniert hat es trotzdem, und auch er kam ohne größere Blessuren wieder zurück.
Nach rund 7,5 Kilometern und gut zwei Stunden und 15 Minuten erreichten alle wohlbehalten das Ziel. Und damit war klar: Die TO-GO-Strategie funktioniert!
Zurück am Treffpunkt hatten wir uns unser kühles Bier redlich verdient. Dort warteten bereits die Wanderfreunde, die diesmal nicht mitgehen konnten.
Und natürlich war auch Gerd dabei. Der hatte wieder seine inzwischen berühmten Schaumküsse mitgebracht – diesmal die richtig dunklen und großen.
Eben das Neumann-Original.
So endete wieder ein typischer Donnerstag: eine schöne Wanderung, viel Natur, ein bisschen Abenteuer, reichlich Gelächter und am Ende ein kühles Bier in guter Gesellschaft.
Und Dieter?
Darf wieder führen.
Es ist aber auch schön, wenn Hans wieder zurück kommt.
