Wir Donnerstagswanderer sind jede Woche unterwegs – und trotzdem ist keine Wanderung wie die andere. Auf den 6,7 Kilometern unserer gestrigen Tour gab es gleich drei besondere Höhepunkte. Und zwei davon hatten weniger mit der Strecke als vielmehr mit Menschen zu tun, die seit vielen Jahren zu unserer Wandergruppe gehören.
Mit 14 Wanderern machten wir uns zunächst auf den Weg zum Eselstein.



Der mächtige Findling hat eine lange Geschichte. Während man früher schon einmal über gewaltige Naturereignisse oder sogar „Überflutungen von Norden“ spekulierte, weiß man heute, dass solche Findlinge während der Eiszeiten mit den Gletschern aus dem Norden zu uns transportiert wurden. Woher allerdings der Name „Eselstein“ tatsächlich stammt, lässt sich nicht eindeutig klären.
Oder vielleicht doch?



Der zweite Höhepunkt unserer Wanderung wartete bei Fritz in der Seniorenresidenz Haus Brigitte auf uns.
Fritz ist über viele Jahre mit den Donnerstagswanderern unterwegs gewesen. Gesundheitlich geht das inzwischen leider nicht mehr. Aber eines war für uns klar: Wer nicht mehr mitwandern kann, gehört trotzdem weiterhin dazu.
Und wie sehr Fritz sich über unseren Besuch gefreut hat, war nicht zu übersehen. Zu unserer Überraschung hatte er sogar einiges vorbereitet. Auf der Terrasse stand ein langer Tisch, an dem wir alle Platz fanden, und für eine kleine Stärkung war ebenfalls gesorgt.



Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, uns bei Fritz auf Wandererart zu bedanken: mit einem kräftigen dreifachen „Wanderschuh!“ und einem Kurzen. Ein schöner Moment – für Fritz und genauso für uns.
Zurück am Treffpunkt wartete schließlich Höhepunkt Nummer drei. Dort ließen wir unseren Wanderfreund Dieter hochleben und feierten seinen 93. Geburtstag nach. Natürlich gehörten leckere Brötchen und das eine oder andere Kaltgetränk dazu.

Und damit schloss sich an diesem Tag irgendwie ein Kreis: Dieter gehörte vor 28 Jahren zu den Gründungsmitgliedern unserer Wandertruppe, Fritz kam kurze Zeit später dazu. Zwei echte Wander-Urgesteine also.
Für uns „junge Hüpfer“, wie die beiden vielleicht manchmal über uns denken, war es schon etwas Besonderes, an einem einzigen Nachmittag gleich zwei der Männer zu treffen und zu feiern, die die Donnerstagswanderer über so viele Jahre geprägt haben.
Denn Wandern bedeutet bei uns eben nicht nur, gemeinsam Kilometer zurückzulegen. Es bedeutet Gemeinschaft – und die hört nicht auf, wenn jemand irgendwann nicht mehr mitwandern kann.
