Die Ankündigung von Hans klang zunächst völlig unspektakulär:
„Hallo Wanderfreunde, treffen uns am 13.8. um 13.30 Uhr am Treffpunkt zur kurzen Anfahrt Parkplatz am Försterberg oben. Wanderung ca. 7 km. Südlicher Leistruper Wald. Hans“
Klare Ansage. 7 Kilometer. Südlicher Leistruper Wald. Was sollte da schon schiefgehen?
Also trafen sich gestern wieder unsere Donnerstagswanderer. Nach der kurzen Anfahrt ging es los – und die Richtung gab natürlich Hans vor.
Auf die Frage „Hans, wo geht es denn hin?“ kam die gewohnt präzise Antwort:
„Da hinten um die Ecke.“
Alles klar. Keine weiteren Fragen.
Nach etwa 300 Metern dann allerdings die erste Irritation: Der Wald war zu Ende.

Straße, Häuser und Sonne. Viel Sonne. Aber vom angekündigten „südlichen Leistruper Wald“ war plötzlich nicht mehr allzu viel zu sehen.
Die ersten Kommentare ließen natürlich nicht lange auf sich warten:
„Hans, wir sehen gar keinen Wald mehr!“
Und keine Frage: Warm war es auch.
Hans ließ das allerdings völlig kalt. Er tat einfach so, als hätte er nichts gehört. Eine bewährte Methode eines erfahrenen Wanderführers.
Als es dann auch noch ordentlich bergab ging, folgte schon die nächste fachkundige Feststellung:
„Hey, alles, was wir hier runtergehen, müssen wir nachher auch wieder rauf!“
Stimmte leider.
Doch Hans behielt recht. Nach ungefähr einem Kilometer tauchten tatsächlich wieder die ersten Bäume auf. Und dann wurde es richtig Wald. Schattige Wege, sattes Grün – jetzt fehlte eigentlich nur noch ein kleines Schlückchen Waldmeister.



Erwin brachte schließlich eine neue Fortbewegungsart ins Spiel:
„Hier können wir in leichter Galoppade unseren Weg gehen.“
Dieter wusste als Reiter natürlich sofort, was gemeint war. Mit einem leichten Wiehern setzte er sich in Bewegung.
Spätestens jetzt war klar: Wandern können die Donnerstagswanderer – Pferd offenbar auch.


Und dann kam Olaf …
Zurück am Treffpunkt wartete allerdings noch eine echte Überraschung auf uns.
Olaf hatte anlässlich seines Geburtstages ein Berliner Geburtstagsbuffet vom Feinsten aufgebaut. Da fehlte eigentlich nichts: Gurken, allerlei Leckereien und natürlich die obligatorischen Buletten.

Wobei Olaf besonderen Wert auf die fachgerechte Herstellung legte. Die Buletten seien selbstverständlich „mit den Achseln geformt“ worden, wie er mit unverkennbarer Berliner Schnauze erklärte.
Na dann: Guten Appetit! 😂
Und was trinkt ein gebürtiger Spandauer dazu? Natürlich kein beliebiges Bier. Spandauer Bier musste es sein.
Damit aber nicht genug. Olaf überraschte uns auch noch mit zwei kleinen Vorträgen und sorgte damit einmal mehr für beste Unterhaltung.

So ist er halt, unser Baliner.
