Donnerstagswanderer: Das Beste kommt zum Schluss!

Manchmal sind es nicht die Kilometer, die eine Wanderung besonders machen, sondern die Menschen, mit denen wir sie erleben. Unser Oktoberfest am vergangenen Donnerstag war dafür ein wunderbares Beispiel.

Erst wandern, dann feiern

„Pünktlich ist der Regen vorbei? So die Vorhersage stimmt! Wir wandern am Ort, ca. 7 km neue feste Wege. Das Beste kommt zum Schluss.“

Mit diesen Worten hatte Hans am Mittwoch unsere Donnerstagswanderung angekündigt. Und er sollte recht behalten. Nicht nur mit dem Wetter, sondern besonders mit seinem letzten Satz.

Pünktlich um 13:30 Uhr machten wir uns mit 14 Wanderfreunden auf den Weg. Diesmal wollten wir unter anderem den neuen Radweg testen.

Gleich am Anfang begegneten wir dem kleinen grünen Wetterfrosch, der mit gelber Regenjacke und Schirm am Gartenzaun saß. Bei dem überwiegend freundlichen Wetter konnten wir uns nur bedanken. Seine Wettervorhersage hatte funktioniert!

Unsere rund sieben Kilometer lange Wanderung führte uns durch Diestelbruch über den Felsenweg. Wobei wir bei Letzterem schon ein wenig schmunzeln mussten. Gleich drei Straßenschilder mit der Aufschrift „Felsenweg“ zeigten in unterschiedliche Richtungen. Wenn das mal keine eindeutige Orientierung ist!

Unterwegs gab es natürlich wieder einiges zu entdecken. Zwei stattliche Bäume weckten unseren Forschergeist. Also wurde kurzerhand das Maßband ausgepackt. 2,93 Meter und 2,85 Meter Stammumfang lauteten die Ergebnisse. Nicht schlecht!

Auch ein auffälliges rosafarbenes Kabel am Wegesrand sorgte für Gesprächsstoff. Olaf hatte gleich eine Erklärung parat: Das sei bestimmt ein alter Hula-Hoop-Reifen.

So vergingen die sieben Kilometer mit guter Laune und auch vielen kleinen Entdeckungen wie im Flug.

Oktoberfest im Treffpunkt

Zurück im Treffpunkt wartete schon unser kleines Oktoberfest auf uns.

Blauweiße Tischdecken, bayerische Fähnchen, Weißwurst, Leberkäse, Brezeln und natürlich das passende bayerische Bier. Alles war liebevoll vorbereitet.

Zu unseren 14 Wanderern gesellten sich noch zehn Freunde unserer Wandergruppe, die diesmal nicht mitwandern konnten. So waren wir schließlich 24 Menschen, die gemeinsam einen wunderbaren Nachmittag verbrachten.

Es wurde erzählt, gelacht, gegessen und angestoßen. Die Stimmung war einfach großartig.

Und natürlich durfte auch der typische Humor unserer Donnerstagswanderer nicht fehlen.

Als Olaf beim Essen begeistert feststellte: „Die Wurst zergeht ja auf der Zunge!“, kam von Dieter prompt die Antwort: „Klar, wenn man keine Zähne hat, ist das von Vorteil!“

Das Gelächter war entsprechend groß.

Ein besonderer Gast: Fritz war wieder mitten unter uns

Der wohl schönste und bewegendste Moment des Nachmittags war für uns der Besuch von Fritz.

Vor einigen Wochen hatten wir ihn als Wandergruppe in seiner Seniorenresidenz besucht. Gestern war es umgekehrt. Fritz kam mit einem Krankentransport zu uns in den Treffpunkt, um unser Oktoberfest gemeinsam mit uns zu erleben.

Was für eine Freude, ihn wieder in unserer Mitte zu haben!

Fritz kann heute nicht mehr mit uns wandern. Aber er gehört zu uns. Ganz selbstverständlich. Und daran wird sich auch nichts ändern.

Gemeinschaft endet nicht dort, wo jemand nicht mehr mitwandern kann.

Es geht um viel mehr als gemeinsame Kilometer. Es geht darum, füreinander da zu sein, aneinander zu denken und niemanden aus den Augen zu verlieren.

Entscheidend sind wir Menschen und die Haltung, mit der wir einander begegnen.

Am Ende waren es nicht die sieben Kilometer, die Weißwürste oder das bayerische Bier, die diesen Tag so besonders gemacht haben. Auch wenn uns das alles natürlich hervorragend gefallen und geschmeckt hat!

Es war die Freude, zusammen zu sein.

Hans hatte Recht – Das Beste kommt zum Schluss!